Vom Klick zum Druck: Was zwei 3D-Drucker in drei Stunden leisten müssen

Vom Klick zum Druck: Was zwei 3D-Drucker in drei Stunden leisten müssen

Vom Klick zum Druck: Was zwei 3D-Drucker in drei Stunden leisten müssen

Fallstudie 01 · ThinkLab by Mader Studio GmbH · Hardware-Partner: 3Dee · MINT-Sommerschule, Juli 2026

A1 Combo im laufenden Druck: Die Teile entstehen, während die Kinder noch am Gestalten sind.

Der Anspruch

ThinkLab entwickelt Maker-Workshops für Schulen, Gemeinden und Ferienprogramme. Das Schmuck-Format „Vom Klick zum Druck“ läuft bei der MINT-Sommerschule für Zehn- bis Vierzehnjährige – und hat eine unbequeme Bedingung eingebaut: Die Kinder gestalten ihr Stück selbst im Browser und tragen es am Ende desselben Vormittags.

Das klingt harmlos, ist aber der ganze Unterschied. Ein Workshop, bei dem die Teile „nächste Woche kommen“, ist ein Vortrag mit Bastelanteil. Ein Workshop, bei dem der eigene Anhänger nach 20 Minuten fertig von der Platte kommt, ist ein Erlebnis.

Drei Stunden sind dabei die harte Grenze. Der Drucker liegt auf dem kritischen Pfad.

Das Setup

Zwei Bambu Lab A1 Combo mit AMS lite im Parallelbetrieb, gespeist aus dem ThinkLab Designer:

  • Die Kinder wählen ihr Produkt – Schlüsselanhänger, Anhänger oder Ohrringe als Paar – und formen es über Schieberegler.
  • Ein zweiter Weg führt über eine selbst gezeichnete Form: aufs Papier, abfotografiert, im Designer zur druckbaren Kontur verarbeitet.
  • Nach dem Druck wird montiert: Ringe, Haken, Karabiner, Bänder.

Material: PLA in mehreren Farben plus Effektfilament (Glow, Metallic).

Eine Platte, ein Durchlauf: Anhänger für die ganze Gruppe.

Drei Dinge, die im Workshopbetrieb wirklich zählen

Aufbau in unter 30 Minuten

Auspacken, anschließen, loslegen. Kein IT-Support, keine Software-Installation auf fremden Geräten – der Designer läuft im Browser, die Drucker brauchen Strom und eine Minute Aufmerksamkeit.

Zwei Geräte machen den Halbtag planbar

Parallelbetrieb halbiert die Wartezeit – erst dadurch reicht die Zeit für mehr als einen Versuch pro Kind. Und ein Workshop, der an einer einzelnen Maschine hängt, ist kein planbares Angebot. Das ist der Punkt, den man erst nach dem ersten defekten Hotend versteht.

Der offene Rahmen ist ein Vorteil, kein Kompromiss

Beim A1 muss niemand ein Fenster aufmachen, um zuzuschauen. Die Kinder stehen daneben und sehen, wie ihre Linie Schicht für Schicht entsteht. Genau dieses Zuschauen ist die halbe Didaktik.

Das Ergebnis

Jedes Kind ist mit mindestens zwei selbst gestalteten, fertig montierten Schmuckstücken nach Hause gegangen, dazu einer Auswahl aus vorab gedruckten Teilen. Die Drucker liefen über den ganzen Halbtag ohne Abbruch.

Und ein Detail, das für uns wichtiger ist als jede Zahl: Gehalten hat den Workshop ein Trainer, nicht der Entwickler der Software. Genau das war der Test.

Nach dem Druck wird montiert – mit Ringen, Haken und Zange.

Wie es weitergeht

Weitere Durchläufe in Ferienbetreuungen und an Schulen sind in Planung, dazu ein Live-Workshop bei einer Fachtagung mit über 100 Lehrkräften im November.

Die Drucker kommen von 3Dee in Wien, dem österreichischen Bambu-Lab-Partner. Schulen und Lehrpersonen, die 3D-Druck greifbar in den Unterricht holen wollen, dürfen sich gerne melden.


Ohne Namen von Teilnehmenden und ohne Fotos von Kindern.

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